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2. Jack Welch (langjähriger CEO von General Electric)
Der gelernte Chemieingenieur, der bereits seit 1960 in verschiedenen Positionen bei General Electric gearbeitet hatte, trat 1981 an die Spitze des leicht ins Schlingern geratenen Unternehmens. Mit seiner Politik des Verkaufens oder Schließens (“fix it, sell it or close it”) von verlustbringenden Unternehmensteilen und des Zukaufens zukunftsträchtiger Technologien machte er den Konzern zu einem profitablen und wachsenden Unternehmen.
Welch steigerte den Umsatz von General Electric von 27 Milliarden US-Dollar im Jahr 1981 auf 130 Milliarden US-Dollar im Jahr 2001, der Jahresgewinn versiebenfachte sich auf ca. 12,7 Milliarden US-Dollar; gleichzeitig verringerte sich die Anzahl der weltweiten Mitarbeiter von 400.000 auf 300.000.
Kern seines Managementansatzes war die Regel „Fix, Close or Sell“. Danach wird ein Unternehmensteil der die Wachstums- und Renditeziele nicht erreicht oder operative Defizite aufweist, geschlossen oder verkauft, sofern die Probleme nicht innerhalb von 2 Jahren gelöst werden können.
Seine „20-70-10“-Regel besagt, dass in einem Unternehmen die besten 20% der Mitarbeiter belohnt, die 70% in der Mitte bestmöglich gefordert und gefördert, die schwächsten 10% dagegen entlassen werden.
Im „Work-Out“-Programm schulte er im firmeneigenen Schulungszentrum in Crotonville bei New York jährlich 8.000 Führungskräfte und führte regelmäßige Zusammenkünfte der Manager mit den Angestellten ein.
Im Jahr 1996 führte er bei General Electric Six Sigma als Methode zur Qualitätskontrolle ein. Ziel dieser von Motorola übernommenen Methode ist, dass nicht mehr als 3,4 Fehler je einer Million Fehlermöglichkeiten in einem Prozessschritt zugelassen werden, um so die Endqualität der Produkte nach durchlaufen aller Prozessschritte hinreichend hoch anzusiedeln. Welch änderte sogar das Bonussystem und machte die Bezahlung zu 40% vom Erreichen der Six-Sigma-Ziele abhängig.
ack Welch gilt als einer der erfolgreichsten Manager und Managementdenker der USA, aber auch als einer der umstrittensten. Seine radikalen Methoden haben ihm den Spitznamen Neutronen-Jack eingebracht, als Anspielung auf die Wirkungsweise einer Neutronenbombe bei der die Menschen ausgelöscht werden, die Gebäude und Maschinen jedoch erhalten bleiben.
Welch wurde 1999 vom Wirtschaftsmagazin „Fortune“ zum „Manager des Jahrhunderts“ gekürt. Auch in Deutschland gilt er als einer der einflussreichsten Vordenker.
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4. Steve Jobs (Apple Inc.)
Steven “Steve” Paul Jobs (* 24. Februar 1955 in San Francisco, Kalifornien) ist Mitgründer und CEO von Apple Inc. und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Computerindustrie. Zusammen mit Steve Wozniak gründete er 1976 Apple und half, das Konzept des Heimcomputers mit dem Apple II populär zu machen. Jobs war darüber hinaus Geschäftsführer und Hauptaktionär der Pixar Animation Studios und ist nun nach einer Fusion größter Einzelaktionär der Walt Disney Company.
Im Herbst 1974 kam Jobs nach Kalifornien zurück und nahm an den Treffen des Homebrew Computer Clubs teil. Zuvor lernte er über den gemeinsamen Freund Bill Fernandez Steve Wozniak kennen.3 Er beschaffte für Wozniak und ihn einen Auftrag von Atari für das Spiel Breakout.
Während dieser Zeit entdeckte John Draper (alias Captain Crunch), dass man mit einer modifizierten Spielzeugpfeife, die sich in jeder Packung von Cap’n Crunch Cornflakes befand, den 2.600-Hertz-Ton erzeugen konnte, der bei AT&T von den Vermittlungsstellen verwendet wurde, um die Abrechnung der Gesprächsgebühren zu steuern. Wozniak baute daraufhin eine Blue Box, die diesen Ton erzeugen konnte. Er und Jobs begannen 1974, diese Kästen zu verkaufen, die es dem Besitzer erlaubten, kostenlose Ferngespräche zu führen.
1976 gründeten Jobs und Wozniak zusammen mit Ronald Wayne die Apple Computer Company in Jobs’ Garage in Palo Alto, Kalifornien. Ihr erstes, mit dem Apfel mit Biss (Byte) beworbenes Produkt, war der erste Heimcomputer, der Apple I, der für 666,66 Dollar verkauft wurde. Der Prototyp bestand aus einem selbstgebauten Holzgehäuse.2
1977 wurde der Apple II eingeführt, der Apple zu einem wichtigen Akteur im Heimcomputermarkt machte. Im Dezember 1980 erfolgte die Umwandlung von Apple in eine Kapitalgesellschaft, und Apple führte den Apple III ein, der jedoch kein vergleichbar großer Erfolg wurde. 1983 warb Jobs den Pepsi-Manager John Sculley für den Posten als Geschäftsführer bei Apple an. Im selben Jahr führte Apple Apple Lisa ein.
1984 wurde der Macintosh eingeführt. Es war der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche. Die Entwicklung des Macs fing mit Jef Raskin und seinem Team an, die durch die Technologie inspiriert wurden, welche im Xerox Forschungszentrum entwickelt wurde, aber nicht kommerziell verwendet worden war. Der Erfolg des Macintosh brachte Apple dazu, den Apple II für die Macintosh-Produktlinie aufzugeben, die bis heute verfolgt wird.
Nach seiner Kündigung gründete er eine weitere Computerfirma namens NeXT Computer. Die NeXT-Workstation war den anderen Geräten am Markt technologisch voraus, wurde jedoch niemals populär, mit der Ausnahme der wissenschaftlichen Forschung. (Tim Berners-Lee entwickelte ursprünglich das World Wide Web am Schweizer CERN-Institut auf einer NeXT-Workstation.) NeXT verwendete zukunftsweisende Technologien wie das objektorientierte Programmieren, Display PostScript und magneto-optische Laufwerke. Mac OS X hat noch immer sehr viele Eigenschaften des NeXT-Systems, wie zum Beispiel das Dock.
1996 kaufte Apple NeXT für 402 Millionen US-Dollar. Jobs übte seitdem eine Beratertätigkeit im Unternehmen aus. Im August 1997 wurde er Mitglied des Vorstandes und kurz darauf, nach der Entlassung von Gil Amelio im September des Jahres, vorübergehender Geschäftsführer der Firma.
Mit dem Kauf von NeXT wurde dessen Technik übernommen und in die Apple-Produkte integriert. Hauptsächlich NeXTStep, welches schrittweise aktualisiert und schließlich unter dem Namen Mac OS X (Mac OS 10) zum neuen Betriebssystem der Macintosh-Rechner wurde. Unter Jobs’ Führung wurde 1998 der iMac eingeführt, welcher half, den angeschlagenen Konzern zurück in die Gewinnzone zu führen. Mit den tragbaren MP3-Playern iPod, der Jukebox-Software iTunes, dem iTunes Store (bis 2006 iTunes Music Store) und dem iPhone schuf die Firma einen neuen Markt für „Digital Lifestyle“-Produkte.
Jobs arbeitete bei Apple über mehrere Jahre hinweg für ein Jahresgehalt von 1 Dollar und wurde damit in das Guinness-Buch der Rekorde als schlechtestbezahlter Geschäftsführer aufgenommen. Nachdem Apple wieder zu einem gewinnträchtigen Unternehmen geworden war, hat die Firma im Januar 2001 das „vorübergehend“ aus Jobs’ Titel des Geschäftsführers entfernt. Sein gegenwärtiges Gehalt beträgt offiziell weiterhin 1 Dollar pro Jahr, wobei er allerdings einige exklusive Geschenke von der Geschäftsleitung erhält; beispielsweise einen 35-Millionen-Dollar-Jet im Jahr 1999, den er in der ungenutzten Zeit an Apple vermietet, sowie fast 30 Millionen Anteile der Apple-Aktien 2000-2002.[2
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6. Wendelin Wiedeking (Vorstandsvorsitzender der Porsche AG)
Nach seiner Rückkehr zu Porsche 1991 wurde Wendelin Wiedeking Vorstandsmitglied für Produktion und Materialwirtschaft. Im Oktober 1992 ernannte Porsche Wiedeking zum Sprecher des Vorstandes, mit Wirkung zum 1. August 1993 übernahm er von Arno Bohn den Vorstandsvorsitz bei dem Unternehmen und führte umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen durch. Diese Maßnahmen brachten Porsche aus der Verlustzone und bauten es zu einem der profitabelsten Autobauer um. Der Wert des Unternehmens steigerte sich von 300 Millionen Euro auf rund 25 Milliarden Euro im Jahr 20071.
Wiedeking wurde immer wieder auch als Kandidat für die Führung größerer Autohersteller gehandelt (zuletzt bei Volkswagen als möglicher Nachfolger für Ferdinand Piëch), hatte aber bislang stets abgewinkt. Wiedeking bekam 2003 den Orden wider den tierischen Ernst, der vom Aachener Karnevals-Verein für Humor im Amt verliehen wird.
Auf Grund seiner oft quer zur geltenden Sprachregelung liegenden Äußerungen und wegen betont autoritärer Betriebspraktiken wird Wiedeking sowohl von seinen Manager-Kollegen wie auch von Gewerkschaftern als „Boss mit zwei Gesichtern“ qualifiziert. Wiedeking ist auch in der Medienlandschaft bekannt durch klare Stellungnahmen zu politischen Themen, besonders wenn er seine Geschäftsinteressen bedroht sieht. So kämpft er seit Jahren gegen politische Antworten auf den Klimawandel. Aktuelles Beispiel sind die EU-Abgaspläne, wogegen er vehement reagiert und diese als “Wirtschaftskrieg” tituliert hat.
Im vergangenen Jahr (Stand 11/2007) soll aufgrund eines Rekordgewinns von 5,9 Milliarden Euro Wiedekings Gehalt rund 60 Millionen Euro betragen haben. Davon beruhen 53 Millionen Euro auf einer Gewinnbeteiligungsvereinbarung aus den 1990er-Jahren2. Mit dem genannten Gehalt zählt Wiedeking zu den bestbezahlten Managern der Welt. Dies entspräche bei 1,264 Milliarden Euro für den Personalaufwand im Porsche Konzern einem Anteil von zirka 4,7 % oder 0,9 % des Gewinns.
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