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Antwort: Bt_go
 
Comments:
Jason sagt
Avatar  Jason

Was für ein wunderschönes Ranking!!!

erstellt 26.05.2008 20:36
Avatar  benjamin

Wir wissen was schön ist :-)

erstellt 26.05.2008 20:38

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7. Alte Rose - Heinrich Heine

Eine Rosenknospe war


Sie, für die mein Herze glühte;


Doch sie wuchs, und wunderbar


Schoss sie auf zu voller Blüte.


Ward die schönste Ros` im Land,


Und ich wollt die Rose brechen,


Doch sie wusste mich pikant


Mit den Dornen fortzustechen.


Jetzt, wo sie verwelkt, zerfetzt


Und verklatscht von Wind und Regen -


Liebster Heinrich bin ich jetzt,


Liebend kommt sie mir entgegen.


Heinrich hinten, Heinrich vorn,


Klingt es jetzt mit süßen Tönen;


Sticht mich jetzt etwa ein Dorn,


Ist es an dem Kinn der Schönen.


Allzu hart die Borsten sind,


Die des Kinnes Wärzchen zieren-


Geh ins Kloster, liebes Kind,


Oder lasse dich rasieren.


Heinrich Heine, 1797-1856

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10. Im Garten - Theodor Fontane

Die hohen Himbeerwände


Trennten dich und mich,


Doch im Laubwerk unsre Hände


Fanden von selber sich.


Die Hecke konnt` es nicht wehren,


Wie hoch sie immer stund.


Ich reichte dir die Beeren


Und du reichtest mir deinen Mund.


Ach, schrittest du durch den Garten


Noch einmal im raschen Gang,


Wie gerne wollt` ich warten,


Warten stundenlang.


Theodor Fontane, 1819-1898

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1. Nur wer die Sehnsucht kennt - Johann Wolfgang von Goethe

Nur wer die Sehnsucht kennt,


Weiß, was ich leide!


Allein und abgetrennt


Von aller Freude,


Seh´ ich ans Firmament


Nach jener Seite.


Ach! der mich liebt und kennt,


Ist in der Weite.


Es schwindelt mir, es brennt


Mein Eingeweide.


Nur wer die Sehnsucht kennt,


Weiß, was ich leide!


Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

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2. Küsse, die man stiehlt im Dunkeln - Heinrich Heine

Küsse, die man stiehlt im Dunkeln

Und im Dunkeln wiedergibt,

Solche Küsse, wie beselgen

Sie die Seele, wenn sie liebt!


Ahnend und erinnrungsüchtig

Denkt die Seele sich dabei

Manches von vergangnen Tagen,

Und von Zukunft mancherlei.


Doch das gar zu viele Denken

Ist bedenklich, wenn man küßt; –

Weine lieber, liebe Seele,

Weil das Weinen leichter ist.


Heinrich Heine, 1797-1856

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3. Das Schreien - Johannn Wolfgang von Goethe

Jüngst schlich ich meinem Mädchen nach,

Und ohne Hindernis

Umfasst ich sie im Hain; sie sprach:

Lass mich, ich schrei gewiss!


Da droht ich trotzig: Ha, ich will

Den töten, der uns stört!

Still, winkt sie lispelnd, Liebster, still,

Damit dich niemand hört!


Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

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