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4. Memento

Memento ist ein Spielfilm von Christopher Nolan basierend auf der Kurzgeschichte „Memento mori“ seines Bruders Jonathan. Das markanteste Merkmal des komplexen Films über einen Mann ohne Kurzzeitgedächtnis ist, dass ein Handlungsstrang rückwärts abläuft, also vom Ende zum Anfang.


Der Film verfolgt zwei Erzählstränge: Zum einen wird – im eindeutig wichtigeren Erzählstrang – die eigentliche Geschichte des Films erzählt. Damit der Zuschauer wie der Protagonist Leonard Shelby das Gefühl, sich nicht zu erinnern, selbst erfahren kann, laufen die Szenen chronologisch rückwärts ab. Man befindet sich damit permanent in einer Handlung, ohne deren Vorgeschichte zu kennen, wodurch es erschwert wird, das Gesehene zu ordnen und in Bezug zu setzen. Zum anderen werden gegenwärtige Geschehnisse gezeigt. Die dazugehörigen Szenen sind schwarz-weiß, laufen chronologisch vorwärts und über den ganzen Film verteilt. Kameraführung und Farbwahl geben dem Zuschauer das Gefühl eines stark begrenzten, unpersönlichen Umfeldes, in dem Leonard sich ohne seine Fotos und Notizen keinesfalls zurechtfinden könnte. Die Handlung und besonders der ungewöhnliche Schnitt fordern eine Auseinandersetzung mit der Wahrheit und der Sicherheit der eigenen Erinnerung.

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